Offener Brief an Ines Raum

Anbei veröffentlichen wir einen offenen Brief an Ines Raum, verfasst von
engagierten und empörten Bürgerinnen und Bürgern aus der Region Wismar/
Nordwestmecklenburg.
Hintergrund ist die öffentliche Berichterstattung über ein Darlehen Ines
Raum’s in Höhe von 90.000,-€, welches sie dem überregional bekannten Rocker
Philip Schlaffer, für den Erwerb eines Clubhauses für die „Schwarze
Schar MC Wismar“ in Gägelow, gewährte.

Sehr geehrte Frau Raum,
 
in einem Schreiben an verschiedene Ministerien und Behörden sowie Personen diffamieren Sie das Engagement vieler Initiativen, Bündnisse, Einzelpersonen und staatlichen Institutionen, die sich für ein tolerantes Miteinander gegen Ausgrenzung, Rassismus und Rechtsextremismus engagieren und einsetzen. Das ist nicht hinnehmbar. Sie laden zur Gründung einer „Aktionsgruppe gegen Kriminalität im Landkreis Nordwestmecklenburg i.G.“ ein. Gerade im Zusammenhang der jüngsten Berichterstattung zu Ihrer Person, kommen uns, Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, die sich seit Jahren für ein weltoffenes, tolerantes und neugieriges Wismar engagieren, einige Fragen auf.

Wenn nach Ihren eigenen Aussagen „die Kriminalität, von der ja offensichtlich am Beispiel „Motorradclub ‚Schwarze Schar‘ viele wissen“, wie kann es dann sein, dass gerade Sie als öffentliche, gut vernetzte Person, u.a. mit Vorstandsverantwortung in vielen Vereinen, die Finanzierung des Clubhauses der „Schwarze Schar“ in Gägelow mit einem Darlehen in Höhe von 90.000 Euro unterstützt haben, und so der „Schwarzen Schar“ die Basis für weitere Aktivitäten geschaffen haben?

Es ist uns unerklärlich, dass Sie als erfolgreiche Geschäftsfrau und Person die im öffentlichen Leben steht, bei einem, nach Ihrer Aussage „unbekannten Menschen“ keine Risikoabschätzung betrieben haben?

Wie können Sie Druckaufträge des Werwolfshops und Druckaufträge der Kampagne „Neugierig.Tolerant.Weltoffen.“ ausführen, ohne die Inhalte beider zur Kenntnis zu nehmen?

Haben Sie sich mit den Inhalten der verschiedenen Aktionen und Bündnisse in unserem Land, die zum Teil jahrelange Arbeit in unserer Zivilgesellschaft leisten, schon einmal auseinander gesetzt?

Woran erkennen Sie, dass die Proteste und weitere Aktivitäten, wie zum Beispiel:
Fest der Demokratie und
1. Deutscher Entwicklungstag am 25. Mai 2013 in Wismar
Interkulturelle Woche in Wismar
Gegendemonstration sowie Kundgebungen gegen den JN-Aufmarsch am 20. Oktober 2012 in Wismar
Diverse Bildungsveranstaltungen von attac, Rosa-Luxenburg-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung
Fest der Vielfalt in u.a. in Grevesmühlen, Bad Kleinen
um nur einige zu nennen, völlig unwirksam seien sollen?

In der Presseerklärung vom Rechtsanwalt von Herrn Schlaffer heißt es : „Frau Raum versuchte durch ihre sehr guten Kontakte zu Herrn Schlaffer und der ‚Schwarzen Schar‘ zur Durchsetzung eigener Interessen zu nutzen …“. Welche Art von Interessen sind es, die die „Schwarze Schar“ für Sie durchsetzen sollte?

Was glauben Sie ist wirksamer für die Integration von ehemaligen Kriminellen?
Die Unterstützung der „Schwarzen Schar“ bei dem Erwerb eines Clubhauses?
Oder die Arbeit des Präventionsrates der Hansestadt Wismar und des Landkreises Nordwestmecklenburgs sowie bereits bestehenden Initiativen zur Integration von straffällig gewordenen Personen?

Ihrem Schreiben vom 23.09.2013 äußern Sie, dass sie in den letzten Vier Jahren Erfahrungen sammeln konnten. Welche Erfahrungen sind das konkret?

Warum zeigen Sie erst jetzt Engagement gegen Kriminalität in unserer Gesellschaft, nachdem Ihr Geldbeutel betroffen ist?

Wir würden uns freuen, wenn sie zu allen gestellten Fragen öffentlich Stellung beziehen.
 
Unterzeichner_innen

Andrea Vogler-Lehmann
Bund Deutscher PfadfinderInnen LV M-V e.V. – Ortsgruppe Wismar
Duncan Ó Ceallaigh
Horst Krumpen
Infocafe „Theorie, Kritik und Cola“
Katrin Frenkel
Kultur & Toleranz e.V.
Pastor Thomas Cremer
Peter-Michael Lehmann
Petra Held
Petra Steffan
Ralf Peplau
Steffen Czech
TIKOzigalpa Wohn- und Kulturprojekt/ Lebensart e.V.
WISMAR NAZIFREI

(Quelle: Presseerklärung RA Rathjens vom 17.09.2013, Ostseezeitung „Ines Raum fordert 70000 Euro zurück“ vom 17.09.2013, Einladung von Ines Raum zur „konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe gegen Kriminalität im Landkreis Nordwestmecklenburg“ vom 23.09.2013 )


3 Antworten auf „Offener Brief an Ines Raum“


  1. 1 wismarnazifrei 17. Oktober 2013 um 8:32 Uhr

    SVZ Gadebusch 15-10-2013
    http://www.svz.de/nachrichten/lokales/gadebusch/artikeldetails/artikel/ines-raum-erneut-in-der-kritik.html
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    GADEBUSCH

    Ines Raum erneut in der Kritik

    15. Oktober 2013 | 22:03 Uhr | Von: mano

    Die Schwarze Schar gilt nach Einschätzung der Polizei als gewaltbereiter Rockerclub. Die Polizei kontrolliert deswegen immer wieder vor dem Clubhaus. svz

    Die Unternehmerin Ines Raum aus Wismar gerät erneut in die Kritik. In einem offenen Brief werfen unter anderem Horst Krumpen von den Linken, Pastor Thomas Cremer, die Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Petra Steffan, das Tikozigalpa Wohn- und Kulturprojekt Scheinheiligkeit vor und fragen nach der Ernsthaftigkeit ihres Engagements. „In einem Schreiben an verschiedene Ministerien und Behörden sowie Personen diffamieren Sie das Engagement vieler Initiativen, Bündnisse, Einzelpersonen und staatlichen Institutionen, die sich für ein tolerantes Miteinander gegen Ausgrenzung, Rassismus und Rechtsextremismus engagieren und einsetzen“, heißt es. „Das ist nicht hinnehmbar. Sie laden zur Gründung einer ,Aktionsgruppe gegen Kriminalität im Landkreis Nordwestmecklenburg i.G.‘ ein.“ Gerade das stößt den Unterzeichnern übel auf.

    Was war passiert: Vor einigen Wochen war publik geworden, dass Ines Raum dem Rockerclub Schwarze Schar 90 000 Euro für den Kauf eines Clubhauses in Gägelow geliehen hat. Zustandegekommen war die Verbindung zu den Rockern über eine Beziehung zwischen Ines Raum und einem Neonazi (SVZ berichtete). Schwierig war die Geschäftsbeziehung, weil die Schwarze Schar von der Polizei als gewaltbereiter Rockerclub eingeschätzt wird, der sein Geld mit der organisierten Kriminalität verdient. Die Rückzahlung des Geldes war ausgeblieben, daraufhin hatte Raum geklagt.

    Sie muss sich nun fragen lassen, wie ernst es ihr mit ihrem Engagement in verschiedenen Vereinen und Initiativen in Wismar ist. „Wie können Sie Druckaufträge des Werwolfshops und Druckaufträge der Kampagne ,Neugierig.Tolerant.Weltoffen.’ ausführen, ohne die Inhalte beider zur Kenntnis zu nehmen?“ Raum betreibt einen Verlag in der Hansestadt, der Werwolfshop war ein Laden für Nazidevotionalien.

    Die Angriffe wiegen schwer: „Was glauben Sie ist wirksamer für die Integration von ehemaligen Kriminellen? Die Unterstützung der Schwarzen Schar bei dem Erwerb eines Clubhauses? Oder die Arbeit des Präventionsrates der Hansestadt Wismar und des Landkreises Nordwestmecklenburgs sowie bereits bestehenden Initiativen zur Integration von straffällig gewordenen Personen?“ Und: „Warum zeigen Sie erst jetzt Engagement gegen Kriminalität in unserer Gesellschaft, nachdem Ihr Geldbeutel betroffen ist? “

    Die Schwarze Schar hatte sich im Juli aufgelöst und in Schwarze Schar Nomads umbenannt.

  2. 2 kai-freihulz 07. Juni 2014 um 22:14 Uhr

    ines hat den kontakt damals in golwitz gegen den rat aller anwesenden angebahnt, hormone etc.. schar hat erkundet ob sie blues am turm übernehmen kann,ist aber frustiert abgezogen. nur ines sich einen geschnappt und die schar finanziert.das ist aber kein einzelfall. horst krumpen hatschlaffi im netzwerk als unpölitischen gesschäftsnann bezeichnet,es gibt ein photo mit herrn rolfs mit schlaffi auf der rathaustreppe ,herr isbarn kann erklären , warum der staatschutz nichts hnternommen hat, etc

  3. 3 kai-freihulz 07. Juni 2014 um 22:18 Uhr

    füer die matheaufgabe gibt es viele löesungen , ihr muesst sie nur zulassen. vielfalt z.b.

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